Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, aber bereits jetzt sollten wir uns schon auf das darauffolgende Jahr vorbereiten, weil der digitale Batteriepass ab 2027 für viele Batterien Pflicht wird und Händler, Hersteller und Online‑Shops vor neue Herausforderungen, aber auch Chancen stellt. In diesem Beitrag erfahren Sie, durch die Informationen des Händlerbunds, was der Batteriepass ist, wer betroffen ist, welche Vorteile er bringt und wie Sie sich als Händler optimal vorbereiten.
Was ist der digitaler Batteriepass?
Der digitale Batteriepass ist ein digitales Dokument, das detaillierte Informationen zu einer Batterie über ihren gesamten Lebenszyklus bündelt: von der Rohstoffgewinnung über Produktion, Nutzung bis hin zu Recycling und Entsorgung. Er fungiert gewissermaßen wie ein digitaler Lebenslauf für Batterien, der jederzeit abrufbar und nachvollziehbar ist.
Stellen Sie sich vor, jede Batterie hätte eine elektronische Akte, die zeigt, welche Materialien drinstecken, wo sie herkommen und wie sie am Ende wieder recycelt werden können – genau das ist der digitale Batteriepass.
Warum führt die EU den digitalen Batteriepass ein?
Die EU will mit dieser neuen Regel:
- Transparenz schaffen: Jeder Akku soll nachvollziehbar werden – vom Rohstoff bis zur Entsorgung.
- Nachhaltigkeit stärken: CO₂‑Werte, Recyclingfähigkeit und weitere Details werden dokumentiert.
- Kreislaufwirtschaft fördern: Batterien sollen länger genutzt und effizienter wiederverwertet werden.
Diese Ziele stehen im Einklang mit dem European Green Deal, der Europa umweltfreundlicher machen will.
Ab wann ist der digitaler Batteriepass Pflicht?
Der digitale Batteriepass wird ab dem 18. Februar 2027 für viele batteriehaltige Produkte in der EU-Pflicht sein. Das bedeutet: Alle betroffenen Batterien, die dann auf dem EU‑Markt verkauft werden, müssen einen solchen Pass haben.
Welche Batterien sind betroffen?
Verpflichtend wird der digitale Batteriepass unter anderem für:
- Batterien von Elektrofahrzeugen (EV)
- Batterien in E‑Bikes, E‑Rollern und anderen „light means of transport“
- Industriebatterien über 2 kWh Kapazität
Wenn Sie also online oder offline Batterien oder Geräte mit diesen Batterien verkaufen, betrifft Sie diese Regelung direkt.
Was muss im digitaler Batteriepass drinstehen?
Ein digitaler Batteriepass enthält u. a.:
- Herkunft und Zusammensetzung der Rohstoffe
- CO₂‑Fußabdruck und Nachhaltigkeitsdaten
- Leistungsdaten und Haltbarkeit
- Recycling‑ und Entsorgungshinweise
- Eindeutige Identifikationsnummer bzw. QR‑Code
In der Praxis bedeutet das: Kunden und Behörden können per QR‑Code direkt auf alle relevanten Daten zugreifen – transparent, standardisiert und digital.
Was bedeutet das für Online‑Händler und Hersteller?
Für Online‑Händler und Hersteller entstehen neue Aufgaben:
- Sicherstellen, dass nur Batterien mit gültigem Batteriepass verkauft werden.
- Lieferanten darauf prüfen, dass sie die Daten korrekt liefern.
- Systeme einrichten, um Produkte mit Batteriepass‑QR‑Codes korrekt aufzulisten.
Chancen durch den digitaler Batteriepass
Auch wenn der Batteriepass zunächst nach Aufwand klingt, bietet er echte Vorteile:
- Mehr Vertrauen bei Kunden durch nachvollziehbare Daten.
- Klare Wettbewerbsvorteile, wenn Sie konform und früh vorbereitet auftreten.
- Bessere Zusammenarbeit mit Lieferanten und mehr Kontrolle über Ihre Produkte.
Sie können dies auch als Marketing‑Chance nutzen: Zeigen Sie, dass Ihre Batterien nachhaltig und transparent sind.
Behalten Sie die Änderungen stets im Blick
Der digitale Batteriepass wird ab 2027 verpflichtend – und betrifft viele Händler und Hersteller, die in der EU Batterien vertreiben. Als wnm® GmbH empfehlen wir dringend, sich jetzt schon vorzubereiten, Datenprozesse anzupassen und digital fit zu werden. So sind Sie rechtlich abgesichert und stärken gleichzeitig das Vertrauen Ihrer Kunden.
Wichtige Information: Wir bieten keine Rechtsberatung an.