Google Search Profiles: Warum Online-Händler jetzt ihre Sichtbarkeit in der Suche selbst gestalten können

Google hat eine neue Funktion gestartet, die die Art verändert, wie Marken, Publisher und Creator in der Suche wahrgenommen werden: Google Search Profiles. Was steckt dahinter und was bedeutet das für Ihren Onlineshop und Ihre SEO-Strategie?

Was sind Google Search Profiles?

Seit dem 5. Juni 2026 rollt Google die neuen Search Profiles aus und das Konzept ist denkbar einfach: Wer bisher in der Google-Suche auftauchte, hatte kaum Kontrolle darüber, wie sein Profil dort wirkte. Das ändert sich jetzt grundlegend.

Google Search Profiles ermöglichen es Publishern und Creatorn, Social-Media-Content, Videos, Artikel und aktuelle Informationen in einer Art Bio in der Suche zu bündeln. Das Ergebnis erinnert an ein Instagram-Profil oder eine YouTube-Kanalseite – nur direkt in den Google-Suchergebnissen.

Konkret können Profilinhaber hinterlegen:

  • Ein Hintergrundbild und den Marken- oder Creator-Namen
  • Direkt-Links per Button zur Website sowie zu Instagram, TikTok oder YouTube
  • Einen „Über uns“-Bereich mit den wichtigsten Informationen zur Marke
  • Angepinnte Videos aus den eigenen Social-Media-Kanälen
  • Aktuelle Artikel- und Angebotslinks

Warum ist das für Online-Händler relevant?

Mehr Kontrolle über den ersten Eindruck in Google

Wer einen Onlineshop betreibt, weiß: Der erste Kontakt mit potenziellen Kunden findet häufig in der Google-Suche statt. Bisher oblag es Google, wie eine Marke dort dargestellt wird. Mit Search Profiles rückt diese Kontrolle ein Stück weit in die eigenen Hände.

Im Search Profile ist ein großer Follow-Button integriert, der Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, der Marke auf Google zu folgen, wodurch sie in Google Discover und der Google App künftig häufiger angezeigt werden.

Für Onlineshops bedeutet das: ein weiterer Kanal, um Stammkunden wiederkehren zu lassen und neue Zielgruppen zu erreichen, ohne bezahlte Werbung.

Search Profiles und die KI-Suche: ein strategischer Vorteil

Die auf Google hinterlegten Profildetails können als Referenz in AI Overviews und im AI Mode genutzt werden, beispielsweise auch die verbundenen Inhalte aus dem Knowledge Panel. Wer also ein gepflegtes Search Profile anlegt, erhöht die Chance, in den immer prominenter werdenden KI-generierten Suchantworten berücksichtigt zu werden.

Das ist kein kleines Detail. Die KI-Suche (AI Overviews, AI Mode) verändert gerade, welche Quellen in der Suche sichtbar bleiben und welche nicht. Ein vollständiges Search Profile liefert Google strukturierte, verlässliche Informationen zur eigenen Marke.

Wer kann ein Google Search Profile erstellen?

Hier gibt es aktuell noch Einschränkungen, die ehrlich kommuniziert werden sollten:

Zu Beginn können nur jene ein Search Profile anlegen, die eine Mindestanzahl an Followern vorweisen: Mindestens 100.000 Follower auf YouTube, X oder Instagram sind erforderlich, auf TikTok sind es mindestens 300.000.

Außerdem müssen die Profilinhaber mindestens 18 Jahre alt sein, und die neue Option ist vorerst nur in den USA verfügbar.

Für kleinere Marken und Shops bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die eigene Social-Media-Präsenz aufzubauen und die Followerzahlen gezielt zu steigern, damit man bereit ist, wenn Google Search Profiles international ausgerollt werden.

Chancen und Risiken: Was sollten Shop-Betreiber wissen?

Die Chance: mehr Sichtbarkeit, weniger Streuverlust

Die Möglichkeit, Artikel-Links, Social-Media-Videos und aktuelle Meldungen übersichtlich zu vereinen, ist besonders nutzerfreundlich und genau das macht Search Profiles für Marken mit aktivem Content-Marketing interessant. Wer regelmäßig Blogbeiträge, Produktvideos oder Social Posts veröffentlicht, kann diese nun direkt in der Suchergebnis-Seite sichtbar machen.

Das Risiko: Google als neues Content-Hub

Wenn Suchende im Google-Kosmos direkt auf die Profile von Marken zugreifen können, könnte das die Notwendigkeit einschränken, deren eigene Websites zu besuchen. Im Klartext: Google positioniert sich stärker denn je nicht nur als Suchmaschine, sondern als Plattform, auf der Inhalte direkt konsumiert werden.

Das ist eine Entwicklung, die Shop-Betreiber im Blick behalten sollten. Die SEO-Strategie muss darauf ausgerichtet sein, trotzdem qualifizierten Traffic auf die eigene Domain zu lenken, etwa durch starke CTAs in Profilbeschreibungen und zielgerichteten Content.

Was bedeutet das für Ihre SEO-Strategie?

Google Search Profiles sind ein weiteres Signal, dass Markenaufbau und SEO immer enger zusammenwachsen. Wer in der modernen Suche, und erst recht in der KI-Suche, sichtbar bleiben will, braucht mehr als nur optimierte Meta-Tags.

Folgende Maßnahmen sind jetzt sinnvoll:

  1. Social-Media-Präsenz stärken: Followerzahlen auf YouTube, Instagram oder TikTok gezielt ausbauen, um die Schwellenwerte für Search Profiles zu erreichen.
  2. Knowledge Panel pflegen: Sicherstellen, dass das eigene Google Knowledge Panel aktuell und vollständig ist – es wird mit dem Search Profile verknüpft.
  3. Content-Strategie verzahnen: Blogartikel, Videos und Social Posts so planen, dass sie sich gegenseitig stärken und in einem zukünftigen Search Profile gut wirken.
  4. AI-Readiness erhöhen: Strukturierte Daten, E-E-A-T-Signale und konsistente Markeninformationen im Netz sorgen dafür, dass KI-Suchantworten die eigene Marke korrekt referenzieren.

Jetzt die Weichen stellen

Google Search Profiles sind heute noch auf große US-amerikanische Publisher und Creator beschränkt. Aber die Richtung ist klar: Google baut seine Plattform zu einem vollständigen Präsenz-Ökosystem aus – für Marken, die bereit sind, dort aktiv mitzuspielen.

Wer jetzt seine SEO-Strategie, seinen Markenauftritt und seine Social-Media-Reichweite konsequent aufbaut, wird bei der internationalen Ausweitung von Search Profiles zu den Ersten gehören, die profitieren.

Brauchen Sie Unterstützung dabei, Ihre Online-Sichtbarkeit strategisch weiterzuentwickeln? Unsere SEO-Experten beraten Sie gern – von der technischen Optimierung Ihres JTL-Shops oder Shopware-Shops bis zur ganzheitlichen Content-Strategie.

Häufige Fragen zu Google Search Profiles (FAQ)

Was ist ein Google Search Profile?

Ein Google Search Profile ist eine neue Funktion, die es Publishern, Creatorn und Marken ermöglicht, ihre Präsenz in der Google-Suche aktiv zu gestalten. Es bündelt Social-Media-Links, Videos, Artikel und Markeninformationen in einem dedizierten Profilbereich direkt in den Suchergebnissen.

Wie bekomme ich ein Google Search Profile?

Derzeit benötigen Sie mindestens 100.000 Follower auf YouTube, X oder Instagram (bzw. 300.000 auf TikTok), müssen mindestens 18 Jahre alt sein und sich in den USA befinden. Google wird die Funktion voraussichtlich auf weitere Märkte ausweiten.

Kann man Google-Profile anderer Personen suchen?

Ja, Google Search Profiles sind öffentlich sichtbar. Wenn eine Marke oder ein Creator ein Search Profile angelegt hat, erscheint es bei der Suche nach dem entsprechenden Namen in den Google-Suchergebnissen.

Wie finde ich alle Google-Profile?

Google Search Profiles werden automatisch in den Suchergebnissen angezeigt, wenn Sie nach dem Namen einer Marke oder eines Creators suchen, der ein Profil angelegt hat. Eine zentrale Übersichtsseite aller Profile gibt es derzeit nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Google Search Profile und Google Business Profile?

Google Business Profiles sind für lokale Unternehmen gedacht und erscheinen in Google Maps sowie der lokalen Suche. Google Search Profiles richten sich an Publisher, Creator und Marken und erscheinen in den organischen Suchergebnissen mit Social-Media-Links, Videos und einem Follow-Button.

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